Auf der Rollenbank kommt alles zusammen
Von Edward Swier
Die Rollenbank ist für Radrennfahrer Peter Schep mehr als ein Hilfsmittel. Während der Wettkampfvorbereitung spielt der Trainer eine entscheidende Rolle. „Und das nicht nur, weil man sich darauf aufwärmt. Man kann sich auf einer Rollenbank auch abschotten, man geht den Wettkampf, den eigenen Schlachtplan in Gedanken noch einmal durch. Die Konzentration steigt bis auf ein Maximum, man ist nur mit seinen Beinen, seinem Fahrrad und sich selbst beschäftigt. Es ist der Moment, in dem alles zusammenkommt.“
Mobiles Trainingszentrum
Gerade erst zurück von den Olympischen Spielen in Peking, die für Peter Schep persönlich nicht sehr erfolgreich waren, nimmt er sich die Zeit, sein Verhältnis zur Rollenbank von Tacx ausführlich zu beschreiben. Schep verwendet den Trainer überdurchschnittlich oft und konnte die neue Antares kaum erwarten. „Ich hatte den Prospekt gesehen und die technischen Details gierig in mich aufgenommen.“ Insbesondere die neuen, konisch geformten Rollen weckten Scheps besondere Aufmerksamkeit. „Wenn man nicht aufpasste, mal kurz nicht hundert Prozent bei der Sache war, dann landete man beim alten Modell schnell daneben. Es ist zweifellos ein Vorteil, der das Risiko geringer werden lässt.“
Schep hat seine Rollenbank immer auf dem Rücksitz seines Autos liegen und im Trainingslager ist sie seine feste Reisegefährtin. Dass die neue Antares leichter transportiert werden kann, ist ihm nur recht. „Die Rollenbank ist ein mobiles Trainingszentrum. Dass man sie einfach unter das Bett im Hotelzimmer schieben kann, macht alles ein bisschen einfacher.“
Bahnrhythmus beibehalten
Vor allem im Winter, wenn Schep etwa ein Dutzend Sechstagerennen fährt, sitzt er regelmäßig auf der Rollenbank. „Wir können meistens etwa um drei Uhr mittags eine Stunde auf der Bahn fahren, aber kurz vor dem Wettkampf bleibt wegen Sponsorverpflichtungen und Ähnlichem keine Zeit mehr, auf der Rollenbank zu fahren. Im Hotelzimmer hole ich das öfters nach, und nicht nur um mich locker zu fahren, sondern auch als Trainingsergänzung.” Wer seinen Fahrstil trainieren möchte, aber nicht direkt auf die Piste kann, für den ist die Rollenbank laut Schep ein geeignetes Hilfsmittel.
„Man kann darauf mühelos 130, 140 Umdrehungen pro Minute fahren. Eine Rollenbank ist äußerst effektiv,
wenn man seinen Bahnrhythmus beibehalten und seine Muskeln lockern möchte.“ Peter Schep verwendet die Rollenbank letztendlich aus einem echt „holländischen“ Grund. „Insbesondere wenn es im Frühjahr draußen noch kühl ist, ist es – wenn man auf der Straße trainiert hat – natürlich viel besser, drinnen bei Zimmertemperatur ausfahren zu können.
Eine Rollenbank ist echt ein tolles Hilfsmittel für ein gutes warming-up und cooling-down.“
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Peter Schep, geboren am 8. März 1977, erlebte den Höhepunkt seiner Karriere am 13. April 2006. An diesem Tag wurde er in Bordeaux Weltmeister im Punktefahren. Während der Weltmeisterschaft gewann er bei der Teamverfolgung 2005 und beim Verfolgungsrennen mit Danny Stam 2007 Silber. Im Winter fährt Schep normalerweise etwa ein Dutzend Sechstagerennen. Dabei macht er seinem Spitznamen „Pedaleur de charme“ alle Ehre: Niemand sieht auf einem Rennrad besser aus als Schep. |
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