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Leon van Bon,
Eine sichere Bank

Von Edward Swier

Leon van Bon wurde schon in jungen Jahren durch Kenner der Szene gerühmt. Das breite Publikum lernte ihn allerdings erst 1992 kennen. Van Bon gewann bei den olympischen Spielen in Barcelona im Punktefahren die Silbermedaille. Später machte er sich einen Namen im Profiradsport, u.a. mit Siegen bei der Tour de France und der Vuelta, einer WM-Bronzemedaille und zwei niederländischen Meistertiteln auf der Straße.

Und jetzt? Jetzt ist er wieder auf der Bahn fast so erfolgreich, wie in seinen jüngsten Jahren. ,,Ich denke, dass ich eine gute Ergänzung für den olympischen Verfolgungs-Vierer sein kann.'' Leon van Bon (geb. am 28 Januar 1972) liebt die Klarheit. Auf die Frage, ob er Leuten dazu raten kann, einen Antares zu kaufen, ist seine Antwort kurz und pregnant: ,,Mache Sie es! Sie müssen es einfach nur tun!'' Van Bon fährt mit großem Spaß auf dem Rollentrainer. ,,Ich bin eigentlich noch nie wirklich von diesem Ding heruntergefallen, vermutlich, weil ich mich nicht ganz ungeschickt anstelle, aber jetzt habe ich noch viel weniger Angst als früher. Es ist einfach ein toller Apparat.” Während der Sechstagesaison nimmt er den Antares ständig mit. ,,Ich benütze den Antares vor allem, um die Schnelligkeit beizubehalten, also um die Souplesse zu schulen. Ich würde keine drei Stunden darauf trainieren wollen, dafür hat Tacx genügend andere Geräte konzipiert, beispielsweise den Bushido. Tatsache ist aber, dass die Tacx-Produkte, insbesondere während des Winters, so wie er momentan in den Niederlanden herrscht, eine Rettung für das Radtraining darstellen.''

Entwicklung
Ende Dezember gewann Van Bon in der Stadt, in der er aufwuchs, nämlich in Apeldoorn, das Sechstagerennen. Und es war kein Zufall: Nach drei zweiten Plätzen klappte es endlich mit der Unterstützung von Pim Ligthart und Robert Bartko. Auch in Rotterdam mischte Van Bon lange ganz vorne mit. ,,Du brauchst natürlich auch einen starken Partner an deiner Seite. Und den findest du nur, wenn du selbst einen zuverlässigen Faktor darstellst. Ich entwickele mich aber in die richtige Richtung.''



Van Bon hat seine alte Liebe wiederentdeckt. ,,Es fing bei mir mehr oder weniger mit dem Bahnradfahren an. Ich habe dafür eine gewisse Veranlagung. Wenn Sie aber deshalb meinen, ich hätte keinen Spaß an Straßenrennen gehabt, dann ist dies natürlich Unsinn! Ich schätze gerade die Kombination aus beiden Disziplinen. Als ich noch Straßenprofi war, musste ich allerdings mehr oder weniger auf die Bahn verzichten.'' Nachdem er Ende 2007 keine Vertragsverlängerung mehr beim Team Rabobank bekam, entschloss sich van Bon, nur noch zum Spaß rad zu fahren. ,,Aber schon noch mit dem nötigen Ehrgeiz. Ansonsten wäre ich für meine Partner, mit denen ich jetzt die Rennen bestreite, eine Enttäuschung. Ich investiere noch immer sehr viel für meinen Sport und verzichte umgekehrt immer noch auf sehr viele Dinge.'' Im Team von Marco Polo wurde ihm die Gelegenheit geboten, viel von der Welt zu sehen und wieder auf der Bahn zu fahren. ,,Die Mannschaft ist noch auf der Suche nach einem Hauptsponsor, mein Programm auf der Straße für 2010 ist noch etwas ungewiss.'' Tatsache ist auf jeden Fall, dass er diesen Winter mit einer komplett schwarzen Radhose unterwegs ist. Tacx fand dies eine schöne Gelegenheit, eines der größten Radsporttalente der letzten zwanzig Jahre zu unterstützen.