Tacx Antares
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Man muss nicht unbedingt auf die Radrennbahn, um Bahnrhythmus zu entwickeln

Von Edward Swier

So lange Danny Stam sich erinnern kann, sitzt er im Sattel. Und genauso lange verwendet er auch schon eine Rollenbank. Nächste Saison gibt er seiner Karriere einen neuen Impuls. Seit kurzem ist Stam, unter anderem zusammen mit Peter Schep und Robert Slippens, Teil des AA Drink-Teams von Michael Zijlaard. „In den letzten Jahren ist viel passiert im Radrennsport. Wir hoffen, den Sport durch die Gründung des ersten echten, gesponserten Bahnteams noch professioneller gestalten zu können.“ Dass Tacx ausgerechnet jetzt – mehr als 35 Jahre nach Einführung des ersten Modells – eine neue Rollenbank herausbringt, ist laut Stam auch in diesem Licht gesehen nicht ungewöhnlich. „Der Sport entwickelt sich immer weiter.“

Treten aus der Hüfte
Stam findet es übrigens nur logisch, dass er und seine Kollegen häufig Rollenbänke verwenden. „Es ist der einfachste Weg, ohne extra nach Alkmaar oder Apeldoorn fahren zu müssen, Bahnrhythmus zu entwickeln und die Muskeln zu lockern.“ Was Stam an einer Rollenbank im Vergleich zu einem Heimtrainer besonders gut gefällt, ist die Tatsache, dass der Rennfahrer nicht nur auf seinem eigenen Fahrrad sitzt, sondern dass dieses „nicht auch noch fest steht. Dies macht die Bewegungen beim Fahren auf der Antares hundert Prozent natürlich. Man tritt weiterhin aus den Hüften, wie man es auch auf der Straße oder der Bahn tut. Auf einem fest stehenden Fahrrad fällt die Bewegung doch anders aus.“

Dass das Fahrrad lose auf den Rollen steht, hat natürlich auch Nachteile. Stam lacht und gesteht „Ich lag in meinem Leben schon oft genug in meinen Küchenschränken!“ Was genau meint er damit? „Auf den alten Modellen mit den geraden Rollen, kam es schon mal vor, dass man Probleme bekam, wenn man mal kurz etwas weniger konzentriert war. Vor allem wenn man bereits eine Zeit lang auf so einem Ding fährt, lässt man sich schon mal ablenken und schießt ab und zu mal von der Rolle. Durch das neue Design des Antares ist das Risiko viel geringer.“



Danny Stam geboren am 25. Juni 1972, und Robert Slippens bilden bereits seit Jahren ein äußerst erfolgreiches Sechstagerennen-Team. Die zwei sind maßgeblich dafür verantwortlich, dass dieser spezifische Zweig des Bahnradsports in den Niederlanden (wieder) einen großen Aufschwung erlebte. Stam gewann zu Anfang der Wintersaison 2008/2009 bereits zehn Sechstagerennen.